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Heimatschuss
Schauspiel von Karsten Müller

Das Stück „Heimatschuss“ mit dem Zwerg ist eine rabenschwarze Tragikomödie über ein Land im Umbruch. Zu wahnsinnig, um realistisch zu sein. Oder...? 

Nach dem Besuch der Generalprobe des Stückes
Anfang Juni interviewte unser Chefredakteur Detlef Klemme Detlef Klemme | Profil bei Facebook den Autor und Regisseur Karsten Müller Karsten Müller | Profil bei Facebook.

Im BLiCKpunkt: Karsten Müller

BLiCKpunkt: „Frosch Kultur - Der Trägerverein hat einen ungewöhnlichen Namen."

Karsten Müller: „Frosch war ursprünglich ein Kinder- und Jugendtheater, d.h. wir haben mit professionellen Schauspielern für Kinder gespielt. Unser Name war ein Hinweis auf unsere Blickrichtung: aus der Froschperspektive, mit Kinderaugen, wollten wir die Welt betrachten. Seit drei Jahren bieten wir auch politisches Theater für Erwachsene an. Doch auch hier interessiert uns der Blick von unten. Wir solidarisieren uns mit den Unterprivilegierten und engagieren uns für mehr Gerechtigkeit."

 

v.l.n.r  Sven Teuber, Jeannine Stephan (Kulturreferentin des Landtages) Hendrik Hering und Karsten Müller.
v.l.n.r Sven Teuber, Jeannine Stephan (Kulturreferentin des Landtages) Hendrik Hering und Karsten Müller.

BLiCKpunkt: „Schreibt Ihr eure Stücke selbst?"

Karsten Müller: „Beim Kinder- und Jugendtheater haben wir bisher nur Stücke renommierter Autor*innen gespielt. Beim politischen Theater für Erwachsene habe ich in den letzten Jahren die meisten Stücke selbst geschrieben.

Das hat Vor- und Nachteile. Zum einen erhalten wir so Uraufführungen, die exakt zu unseren Überzeugungen passen und zugleich auch zu unseren Schauspieler*innen. Zum anderen gehen wir aber auch ein höheres Risiko ein, denn eine Uraufführung ist keine sichere Bank, auf die man bei bekannten Werken setzen kann."

 

BLiCKpunkt: „Was beschäftigt euch derzeit am meisten?"

Karsten Müller: „Ganz klar der Rechtsruck und die Fragilität der Demokratie. Wir stellen verblüfft fest, wie dünn das Eis ist, auf dem unsere Gesellschaft steht. Die letzte Diktatur in Deutschland liegt knapp 75 Jahre zurück und wir alle waren so sicher, dass diese Zeit für immer überwunden ist. Das war ein Trugschluss.

Aktuell müssen wir für die Demokratie mehr kämpfen, als uns lieb ist. Diese Auseinandersetzung erfordert Energie, die uns an anderer Stelle fehlt.

Eigentlich sollte all unsere Aufmerksamkeit der sich anbahnenden Klimakatastrophe gelten. Doch mit dem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte werden unsere Kapazitäten gebunden."

BLiCKpunkt: „Welche Stücke habt Ihr aktuell im Repertoire?"

Karsten Müller: „Im Druckwerk Euren läuft noch am 27. und 28.06. 'Heimatschuss' - eine rabenschwarze Tragikomödie mit einem radikalen Gartenzwerg. Unabhängig von 'Frosch Kultur' inszeniere ich derzeit für die TUFA Trier die Erlebnisperformance 'Meine liebe Scholle'. Hier wird die gesamte Innenstadt von Trier zur Bühne. Premiere ist am 31. August.

Und am 07.09. präsentieren wir mit "Tussy - Drei Zeiten Leben" zum letzten Mal die spannende Lebensgeschichte von Eleanor Marx. Diese Produktion lief zuletzt im Februar vor dem rheinland-pfälzischen Landtag in Mainz. Beim Trierer Abschluss spielen wir das Stück im Rahmen der Langen Museumsnacht im Garten des Karl-Marx-Hauses."

BLiCKpunkt: „Weiterhin viel Erfolg und herzlichen Dank für dieses Gespräch."


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2025 in Deutschland.
Der Trailer gibt einen Einblick

 


 

Dieser Beitrag wurde von Detlef Klemme eingestellt.
Der Trierer Journalist und Buchautor ist Mitgesellschafter
der BLiCKpunkt Senioren GbR und leitet dort seit über
15 Jahren die Fachredaktion im Medienverbund.

 


 

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