zurück zu Gesundheit & Vorsorge

Osteoporose rechtzeitig erkennen und behandeln

Foto: pixabay.com  © rawpixel
Foto: pixabay.com © rawpixel

Im Alter stellt der natürliche Knochenabbau des Menschen für viele ein Problem dar. Geht dieser über das normale Maß hinaus, ist meist von Osteoporose die Rede. Diese trägt dazu bei, dass es nicht nur zu einer Reduktion der Knochenmasse kommt, sondern dass sich auch die Struktur der Knochen verändert. Abhilfe schaffen eine Bewegungstherapie und eine Medikation, wobei auch ein gesunder Lebensstil mit eiweißreicher Ernährung zur Bekämpfung der Krankheit beiträgt.

Osteoporose bleibt lange unbekannt

Da diese » Krankheit sich meist sehr schleichend entwickelt und gerade im Anfangsstadium keinerlei Schmerzen verursacht, bleibt sie lange unentdeckt. Dabei kann es längst zu sogenannten schleichenden Brüchen kommen, wovon meist Wirbelkörper der Brust- und Lendenwirbelsäule betroffen sind. Bleiben die Veränderung der Knochenstruktur und die Rückbildung lange unentdeckt, kommt es oft zu Knochenbrüchen an meist sehr charakteristischen Stellen. Gerade ältere Menschen sind häufig davon betroffen, sich den Oberschenkelhals oder den Unterarm in Handgelenksnähe zu brechen.

Mit einer Basistherapie frühzeitig ansetzen

Die erste Maßnahme, die Betroffene ergreifen können, ist, den Körper ausreichend mit Calcium und Vitamin D zu versorgen. Gelingt das nicht über die Ernährung, müssen entsprechende Präparate als Ergänzung eingenommen werden. Die weitere Behandlung einer Osteoporose zielt darauf ab, den Knochenabbau einzudämmen und Knochenbrüche zu verhindern. Ist der Knochenschwund bereits massiv festzustellen, hilft es auch, sich körperlich viel zu bewegen. Denn gerade das regt die Bildung neuer Knochensubstanz an. Gemeint ist damit ein individuelles Training, das aus Ausdauer-, Kraft- und Gleichgewichtsübungen besteht.

Mit Medikamenten Symptome lindern

Leider ist es der modernen Medizin bisher nicht gelungen, eine Heilung dieser Krankheit zu ermöglichen. Allerdings » gibt es Medikamente gegen Osteoporose, die den Betroffenen zumindest Linderung verschaffen können. Unterschiedliche Wirkstoffe wurden allerdings entwickelt, die im Rahmen einer Behandlung eingesetzt werden, um das Risiko für Knochenbrüche zu senken. Dabei gibt es unterschiedliche Therapieansätze, wie etwa der Einsatz bestimmter Wirkstoffe, die einfach dem Knochenabbau entgegenwirken sollen. Dazu gehören Bisphosphonate und Raloxifen, die die Aktivität der knochenabbauenden Zellen bremsen. Konträr dazu wirkt eine Therapie, die auf Parathormon setzt. Dieser Wirkstoff ist bekannt für einen knochenaufbauenden Effekt.

Für welche Strategie sich der behandelnde Arzt entscheidet, hängt von der Schwere der Krankheit ab und davon, ob es bereits zu schweren Krankheitsformen wie etwa Knochenbrüchen gekommen ist. Dabei steht im Vorfeld immer eine Messung der Knochendichte, die bereits ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig beim Arzt erfolgen kann, an. Ist dann eine therapeutische Maßnahme notwendig, werden die Medikamente entweder in Tablettenform oder in Form einer Infusion abhängig von Faktoren wie Unverträglichkeit und Schwere der Erkrankung verabreicht.
 


 

Dieser Beitrag wurde von Detlef Klemme eingestellt.
Der Trierer Journalist und Buchautor ist Mitgesellschafter
der BLiCKpunkt Senioren GbR und leitet dort seit über
15 Jahren die Fachredaktion im Medienverbund.

 


zurück zu Gesundheit & Vorsorge