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Altersgerecht bauen

Das Thema Barrierefreiheit sollte von vornherein berücksichtigt werden

Bei der barrierefreien Wohnraumgestaltung kommt es auch auf Kleinigkeiten wie einen schwellenfreien Zugang zur Terrasse an. - Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.
Bei der barrierefreien Wohnraumgestaltung kommt es auch auf Kleinigkeiten wie einen schwellenfreien Zugang zur Terrasse an. - Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.

Bei den Unsicherheiten an den Finanzmärkten stellen sich viele Menschen die Frage, wie sie sicher und dennoch lukrativ fürs Alter vorsorgen können. Besonders hoch im Kurs steht eine eigene, selbst genutzte Immobilie. Einmal abbezahlt, stellt sie einen außergewöhnlichen Wert dar, im Alter können die Besitzer ohne Mietsorgen leben. Damit Eigenheim oder Eigentumswohnung tatsächlich bis ins hohe Alter genutzt werden können, sollte man den Gedanken an spätere körperliche und gesundheitliche Einschränkungen nicht verdrängen, sondern rechtzeitig über Investitionen in einen barrierefreien Wohnkomfort nachdenken.

Mehr Komfort - auch schon in jungen Jahren

"Die gebaute Umgebung sollte so gestaltet sein, dass sich darin alle möglichst selbstständig bewegen können", empfiehlt beispielsweise Diplom-Ingenieurin Renate Schulz, Bauherrenberaterin bei der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB). Denn vieles, was körperlich eingeschränkten Menschen helfe, erhöhe den Komfort auch schon in jungen Jahren - zum Beispiel für Eltern mit Kindern. Bauherren und Modernisierern rät Renate Schulz, in jedem Fall einen fachkundigen Planer hinzuzuziehen. Er kann ein wirtschaftlich sinnvolles Gesamtkonzept entwickeln. Zudem kennt er die Fördermöglichkeiten von Bund, Ländern und Gemeinden, die im Einzelfall genutzt werden können. Der Fachmann kann auch die Mindestanforderungen aus der neuen DIN 18040 "Barrierefreies Bauen" berücksichtigen, die beim Neubau und der Modernisierung beachtet werden müssen.

Fördergelder erleichtern die Entscheidung

 

Wer Wert auf barrierefreien Wohnkomfort legt, sollte bereits im Vorfeld einen unabhängigen Bauherrenberater hinzuziehen. - Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.
Wer Wert auf barrierefreien Wohnkomfort legt, sollte bereits im Vorfeld einen unabhängigen Bauherrenberater hinzuziehen. - Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.

Oftmals ist es sinnvoll, barrierefreie Umbaumaßnahmen mit einer energetischen Modernisierung zu verbinden. Zum einen kann man so wirtschaftlicher planen, zum anderen können unter bestimmten Voraussetzungen verschiedene Förderungen kombiniert werden. Informationen gibt es über Portale von Bund und Ländern, Architekten- und Handwerkskammern und über den BSB. Unter www.bsb-ev.de gibt es gratis einen Ratgeber "Wohnraum barrierefrei umbauen" zum Download sowie die Adressen unabhängiger Bauherrenberater in ganz Deutschland.

Das barrierefreie Komfortbad

Rutschfeste Fliesen, ausreichend Bewegungsfläche, flache Duschtassen oder gleich eine bodenebene Dusche: Eine barrierefreie Badplanung schafft in jedem Lebensalter mehr Komfort. Zusätzlich sollten die Türen mindestens 80 Zentimeter breit sein und sich nach außen öffnen. Dann sind sie rollstuhlgerecht und gewähren auch dann noch Zugang, falls ein Badbenutzer stürzt. Zusätzliche Hilfen wie Stützen und Haltegriffe an Bad und WC lassen sich mit geringem Aufwand nachrüsten, wenn sie später einmal gebraucht werden.

Quelle: djd / Bauherren-Schutzbund e.V., Berlin


Detlef Klemme | BLiCKpunkt Senioren GbR | Foto: © Kirsten Hötger

Dieser Beitrag wurde von Detlef Klemme eingestellt. Der Paderborner Journalist und Buchautor leitet seit über 10 Jahren die Fachredaktion im BLiCKpunkt Medienverbund. Außerdem führt er seit 2012 den Verein Pflegeliga e.V. als geschäftsführender Vorstandsvorsitzender.

Detlef Klemme
BLiCKpunkt Senioren GbR | Klemme & von Treskow


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