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24 Stunden Betreuung | IRRTUM Nr. 6

Mit dieser Beitragsreihe des Bundesverband Haushaltshilfe und SeniorenBetreuung e.V. (BHSB) erhalten Sie nun konkrete, sachliche und überprüfbare Informationen zu den größten Irrtümern in der
sogenannten 24-Stunden-Betreuung.

Osteuropäische BetreuerInnen nehmen deutschen Pflegekräften die Arbeit weg!

Sicher? Sicherlich nicht!

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt und steigt – 2015 werden es 2,65 Millionen sein, 2020 schon mehr als 2,9 Millionen (Prognose: Statista), die ihren Alltag alleine nicht mehr bewältigen und beständiger Hilfe bedürfen. Der Bedarf an Betreuern und qualifizierten Pflegekräften wächst entsprechend: In kaum einem anderen Bereich werden heute schon mehr Arbeitskräfte gesucht als im Pflegebereich. Wären nicht die osteuropäischen Pflegehelfer, das häusliche Betreuungssystem würde zusammenbrechen.

Präzise Zahlen, wie viele Pflegehilfen aus dem osteuropäischen Ausland in Deutschland arbeiten, gibt es nicht. Schätzungen sprechen von 10.000 bis 20.000 Polinnen, die auf Entsendebasis in Deutschland beschäftigt sind. 10.000 weitere Polinnen sollen als Selbständige in deutschen Familien leben. Die Zahl der Betreuerinnen aus anderen osteuropäischen Ländern liegt weit darunter, im vierstelligen Bereich. Wie viele Betreuerinnen darüber hinaus schwarz beschäftigt werden – also ohne soziale Absicherung – lässt sich nur schwer beziffern. Schätzungen sprechen von 100.000 und mehr. Hier ist besonders die Politik gefragt, praktikable und zukunftsfeste Beschäftigungsmodelle für die legale häusliche Betreuung zu schaffen.

Noch Fragen?

Dann senden Sie einfach eine Mail an den BHSB e.V. - info@bhsb.de

Lesen Sie auch...

Irrtum Nr. 1:
Professionelle BetreuerInnen aus Osteuropa sind restlos unterbezahlt

Irrtum Nr. 2:
Betreuungsagenturen wollen nur das große Geld machen

Irrtum Nr. 3:
BetreuerInnen werden mit ihren Problemen alleingelassen

Irrtum Nr. 4:
Vermittlungsagenturen sind dubios und ziehen alle über den Tisch

Irrtum Nr. 5:
Sobald die Betreuerin da ist, müssen die Angehörigen nichts mehr tun


Haushaltshilfen und SeniorenbetreuerInnen
aus Osteuropa kennen viele Vorurteile
.

Mal werden sie selber „ausgebeutet bis aufs Blut“, dann wieder nehmen sie nur „Deutschen den Arbeitsplatz weg“. Was stimmt denn nun? Beides? Nichts von alledem? Liegt die Wahrheit vielleicht wieder einmal nur irgendwo dazwischen?

Der Vorstand und die Mitglieder vom BHSB wissen es besser – aus jahrelanger Praxis. Die Mitglieds-Agenturen setzen sich für die legale und faire Beschäftigung der BetreuerInnen aus Osteuropa ein. Für die organisatorischen Abläufe hat der BHSB e.V. Qualitätsstandards entwickelt, an die sich die Mitglieder halten.

Quelle, Bundesverband, Haushaltshilfe, SeniorenBetreuung, BHSBNun will der Bundesverband auch den hartnäckigsten Vorurteilen begegnen, die die engagierte Arbeit der Frauen im Alltag erschweren.
 


Siehe auch unter Haushaltshilfen | 24-Stunden-Pflege | SeniorenBetreuung


 

Detlef Klemme
BLiCKpunkt Senioren | Klemme & von Treskow GbR 
Foto: © Kirsten Hötger
 

Dieser Beitrag wurde von Detlef Klemme eingestellt.
Der Paderborner Journalist und Buchautor ist Mitgesellschafter der
BLiCKpunkt Senioren GbR und leitet dort seit über 10 Jahren die
Fachredaktion im Medienverbund. Im Januar 2012 wählten ihn die
Mitglieder des Verein Pflegeliga e.V. zum geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden.


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