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Pflegende Frauen massiv benachteiligt - keine finanzielle Unterstützung für Hausnotruf

In Deutschland ist die Pflege weiblich: Zwei Drittel der Pflegenden sind Frauen, die ihre Angehörigen versorgen. Foto: pixabay.com | © PublicDomainPictures
In Deutschland ist die Pflege weiblich: Zwei Drittel der Pflegenden sind Frauen, die ihre Angehörigen versorgen. Foto: pixabay.com | © PublicDomainPictures

In Deutschland ist die Pflege weiblich:
Zwei Drittel der Pflegenden sind Frauen,
die ihre Angehörigen versorgen

Frauen tragen die Hauptlast der unbezahlten Pflege und leiden zunehmend darunter: Laut aktuellem DAK-Pflegereport fühlen sich etwa 68 Prozent der pflegenden Frauen stark oder sehr stark psychisch und knapp die Hälfte stark oder sehr stark körperlich belastet. Der Hausnotruf könnte sie erheblich entlasten. Die Initiative Hausnotruf empfiehlt daher seinen verstärkten Einsatz und die generelle Kostenübernahme durch die Krankenkassen.

"Viele verzichten aus finanziellen Gründen auf diese Entlastung, denn sie erhalten in der Regel keine finanzielle Unterstützung für den Hausnotruf, wenn sie mit ihren Angehörigen zusammenleben", erklärt Michaela Stevens, Geschäftsführerin der Initiative Hausnotruf. Die Kostenübernahme erfolgt nur dann, wenn der zu Pflegende das Kriterium "allein lebend" erfüllt oder über weite Teile des Tages allein zu Hause ist. Erst später, wenn die Pflegenden selbst die Pflegestufe eins erreicht haben und dann alleinstehend sind, erhalten sie von ihren Krankenkassen den Hausnotruf erstattet. Der Hausnotruf bietet ihnen Sicherheit und Freiheit zugleich. Sie können ohne Sorge um ihren Angehörigen das Haus verlassen, denn im Notfall kann dieser über den Hausnotruf auf Knopfdruck sofort die Hausnotrufzentrale und damit den Bereitschaftsdienst alarmieren.

Pflegende Frauen sind häufiger krank

Bundesweit pflegen rund sechs Millionen Menschen ihre Angehörigen zumindest teilweise selbst. Insbesondere die pflegenden Ehefrauen, Töchter oder Schwiegertöchter stehen wegen der Mehrfachbelastung von Pflege, Beruf und Familie unter enormen Druck. Laut Erhebungen der Siemens Betriebskrankenkasse sind sie häufiger krank als nicht pflegende Frauen. Allerdings werden sie offenbar aus Rücksicht auf ihr pflegebedürftiges Familienmitglied nicht öfter stationär behandelt. Für pflegende Frauen besteht damit ein erhöhtes Risiko, selbst dauerhaft krank oder zu einem Pflegefall zu werden. Auch hier könnte der Hausnotruf Abhilfe schaffen und einen erheblichen Beitrag zur Gesundheit der Pflegenden leisten.

Hausnotruf verhindert unnötige Ausgaben im Gesundheitswesen

Hausnotruf verhindert unnötige <br />Ausgaben im Gesundheitswesen. | Foto: © Initiative Hausnotruf
Hausnotruf verhindert unnötige Ausgaben im Gesundheitswesen. | Foto: © Initiative Hausnotruf

Der Einsatz des Hausnotrufs verbessert die Bilanz aller Beteiligten: Nicht nur die Pflegenden, auch die Gepflegten profitieren vom Hausnotruf, denn sie können so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Gleichzeitig hilft der Hausnotruf dem Gesundheitswesen, enorme Kosten zu sparen. "Wir wollen Vertreter aus Politik und Gesundheitswesen zur Übernahme eines Teils der notwendigen Ausgaben motivieren. Schließlich wird durch rechtzeitige Hilfe oftmals Schlimmeres verhindert - beispielsweise kostenintensive Krankenhausaufenthalte", meint Stevens.

Über die Initiative Hausnotruf

Quelle: Initiative HausnotrufDie Initiative Hausnotruf vereint professionelle Notrufspezialisten, bekannte und qualitätsorientierte Hilfsorganisationen sowie namhafte Hersteller technischer Geräte. Ziel der Initiative ist es, älteren Menschen in Deutschland ein sicheres und unabhängiges Leben zu ermöglichen.
Die neusten elektronischen Erweiterungen, die die Initiative Betroffenen empfiehlt, heißen Ambient Assisted Living (AAL). AAL umfasst technische Systeme, Produkte und Dienstleistungen, die das Leben älterer, chronisch kranker und körperlich eingeschränkter Menschen erleichtern und deren Kommunikationsmöglichkeiten fördern.


Zum Thema Hausnotruf

Seit Jahren warnt der Verein Pflegeliga e.V. vor scheinheiligen Beratungsdiensten, Callcentern und Drückern. Neben Hausnotruf-Dienstleistungen und -Geräten werden auch die Gesuche von Pflegebedürftigen oder deren Angehörigen nach einem stationären oder ambulanten Pflegeplatz, für teilweise 4-stellige Provisonen, vermittelt.

Einen Überblick zu den führenden Hausnotruf-Anbietern und viele weitere Informationen erhalten Sie bei der Initiative Hausnotruf. Viele ambulanten Pflegedienste arbeiten ebenfalls mit seriösen Hausnotrufanbietern zusammen. Die Pflegeberater/innen der Krankenkasse des Pflegebedürftigen und die regionalen Pflegestützpunkte beraten sie kostenfrei und neutral.


Nehmen Sie IMMER direkt Kontakt zum Hausnotruf-Anbieter auf!


Die BLiCKpunkt Redaktion und der Verein Pflegeliga e.V. haben sich die Angebote einiger Hausnotruf-Anbieter einmal näher angesehen. Wir empfehlen Ihnen bei Bedarf die nachfolgenden Dienstleister und Verbände:

ASB - Hausnotruf  Der Johanniter - Hausnotruf DRK - Hausnotruf

 

 Hausnotruf SONOTEL HausNotruf Service gGmbH HN Hausnotruf GmbH Hausnotrufdienst der Volkssolidarität


Nehmen Sie IMMER direkt Kontakt zum Hausnotruf-Anbieter auf oder fragen Sie Ihren Pflegedienst! Meiden Sie suspekte Service- und Vermittlungsdienste, denn diese belasten die Anbieter lediglich mit unnötigen Provisionen.
Langfristig steigen dadurch lediglich die monatlichen Gebühren für den Hausnotruf und diese zahlen die Pflegekassen und die Kunden - also jeder von uns!

Bei den Kommentaren unter dem Beitrag der Stiftung Warentest zum Thema Hausnotruf sehen Sie beispielsweise, wie selbsternannte neutrale Berater überall versuchen mit ihren Spam-Einträgen die Verbraucher in die Irre zu führen. Die Administratoren waren gezwungen diese Beiträge zu löschen...


Siehe auch unter Hausnotruf


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