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Das Eigenheim: Was beim Kauf beachtet werden sollte

Bild: © Jupiterimages/Polka Dot/Thinkstock
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Seit jeher sind die eigenen vier Wände eine attraktive Variante der Altersvorsorge. Für viele Menschen bildet eine Immobilie Sicherheit und finanzielle Unabhängigkeit im Ruhestand und das ist durchaus berechtigt. Ein eigenes Haus oder eine Wohnung eignen sich aus vielerlei Gründen, um für das Alter vorzusorgen. Dennoch: Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, muss einige Dinge im Hinterkopf behalten.

Was muss beachtet werden?

Die eigene Immobilie lockt mit der Verheißung zur Unabhängigkeit und der Gedanke, so lang wie möglich in den eigenen vier Wänden zu wohnen, wirkt für viele beruhigend. Damit sich der Kauf eines Hauses oder Wohnung allerdings auch im Ruhestand auszahlt, gibt es Vorrausetzungen, die erfüllt sein sollten.

  • Ist die Immobile altersgerecht? Alter und Krankheit werden gern aus den Gedanken verdrängt. Bei der Suche nach einem neuen Zuhause sollten sie allerdings mitbedacht werden. Es kann sich hierbei um Kleinigkeiten handeln, die im Alltag jedoch zur Belastung werden. Um sicher zu gehen, kann man auf eine Wohnberatung zurückgreifen. Die Berater und Beraterinnen können mit ihrem geschulten Auge erkennen, ob eine Schwelle zu hoch für einen Rollator, der Toilettensitz zu niedrig oder die Türen zu schmal sind. Sie können zudem Assistenz bei Fragen des Umbaus geben, damit es nicht an einer nicht-ebenerdigen Dusche scheitert. Die Antragsstellung und Einholung von Genehmigungen für solche Wohnraumanpassungen übernehmen die Mitarbeiter ebenso.

  • Kann ich mir die eigenen vier Wände leisten? Egal ob Haus oder Eigentumswohnung: Um mit einer Immobilie für das Alter vorzusorgen, muss diese schuldenfrei sei. Zwar besitzt man somit keine zusätzliche Einnahmequelle, welche die Rente aufbessert, jedoch spart man sich Kosten wie die Miete oder die Kreditraten der Baufinanzierung. Im Schnitt hat man so monatlich mehr Geld zur Verfügung. Daher sollte unbedingt beim Kauf beachtet werden: Der Immobilienkredit, der in den meisten Fällen zur Finanzierung nötig ist, muss bei Rentenantritt getilgt sein. Zudem muss bedacht werden, dass beim Bezug von Arbeitslosengeld II die Wohnung oder das Haus nicht zwangsläufig geschützt sind. Wer Hartz IV bezieht, braucht ein Eigenheim, in dem er wohnt und welches vom Amt als „angemessen“ angesehen wird um es nicht zu verlieren. Seit der Verabschiedung des Eigenheimrentengesetzes wirkt eine Eigentumswohnung oder ein Haus als Altersvorsorge zunehmend attraktiver. Die eigenen vier Wände werden vom Staat als Altersvorsorge anerkannt und mit den üblichen Riester-Zulagen gefördert – solang man die Immobile selbst bewohnt und nicht vermietet.

  • Ist Hilfe in der Nähe? Ein weiterer wichtiger Faktor für den Kauf einer Wohnung oder Hauses sollte die Integrität in eine gute Umgebung darstellen. Wohnt man nicht in einem Mehrgenerationenhaushalt, so sollte die Nähe zur eigenen Familie doch gegeben sein. Nicht nur in Notfällen können sie die ersten Ansprechpartner sein, auch um das Leben weiterhin aktiv zu gestalten, sind sie unersetzlich. Den gleichen Wert können Nachbarn oder eine gut ausgeprägte Wohngemeinschaft haben. Wer auf Pflegepersonal verzichten und weiterhin unabhängig leben möchte, sollte zudem über ein Hausnotrufgerät nachdenken. Im Notfall kann so schnell und einfach professionelle Hilfe angefordert werden. Doch auch weitere technische Hilfestellungen erleichtern den Alltag.

Gastbeitrag von Ö. D.


Angela von Treskow 
BLiCKpunkt Senioren | Klemme & von Treskow GbR 
Foto: © Kirsten Hötger



Dieser Beitrag wurde von
Angela von Treskow eingestellt.
Die Diplom-Betriebswirtin ist Mitgesellschafterin der
Paderborner BLiCKpunkt Senioren GbR
und gehört
der Fachredaktion im gleichnamigen Medienverbund an.


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