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Symptome-Check

Medikamente und ihre Nebenwirkungen

Foto: Ingo Bartussek/fotolia.com/akz-o
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Bei manchen Beschwerden ist es schwer, den Auslöser zu finden. Das kann zum Beispiel für einige Nebenwirkungen von Medikamenten gelten. Denn die Abläufe in unserem Körper sind so komplex, dass die Symptome eventuell in einem ganz anderen Bereich auftreten. Wir klären auf.

1. » ACE-Hemmer:

Sie sind ein gutes Beispiel für eine unerwünschte Kettenreaktion. Eingesetzt werden sie gegen Bluthochdruck. Dafür hemmen sie ein Enzym, das zur Produktion eines blutdrucksteigernden Hormons gebraucht wird. Dieses Enzym hat aber noch weitere Aufgaben. Unter anderem baut es einen Stoff ab, der Hustenrezeptoren reizen kann. Das Ergebnis: Der Blutdruck sinkt, und häufig entsteht parallel Reizhusten.

2. » Betablocker:

Die Tabletten, die unter anderem bei Herzrhythmusstörungen verschrieben werden, stehen im Ruf, bei Männern die Lust und eventuell sogar die Potenz zu senken. Einen Zusammenhang gibt es tatsächlich. Es ist aber nicht klar, ob nicht vielmehr die grundlegenden Herzprobleme die Ursache sind. Oder ob das Problem sogar im Kopf entsteht – das Sexualleben verschlechtert sich, da die Betroffenen mit negativen Auswirkungen der Betablocker rechnen.

3. » Opioide:

Foto: Stockfotos-MG/fotolia.com/akz-o
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Diese starken Schmerzmittel werden zum Beispiel bei Arthrose, Osteoporose oder Krebserkrankungen eingesetzt. Allerdings hemmen sie nicht nur die Weiterleitung der Schmerzsignale, sondern auch die Darmtätigkeit. Meistens sind Verstopfungen die Folge, gegen die oftmals nicht einmal Abführmittel (Laxanzien) helfen. Abhilfe verspricht hier ein anderes Medikament:
Der Wirkstoff Naloxegol unterbindet die Funktion der Opioide und das ausschließlich im Darm.
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auf
der Website » www.verstopfung-durch-schmerzmittel.de.

4. » Nasenspray:

Ausgerechnet Nasenspray, das die Schleimhäute zum Abschwellen bringen soll, kann zur sogenannten Stinknase führen. Dabei trocknen die Schleimhäute aus, es kommt zu Entzündungen, und Gewebe stirbt ab. Außenstehende nehmen diesen Prozess als extrem unangenehmen Geruch wahr. Glücklicherweise tritt diese Nebenwirkung sehr selten auf und nur nach sehr langer Nutzung des Medikaments.

5. » Bimatoprost:

Dieser Wirkstoff war früher nur Menschen mit Grünem Star bekommt. Er wird für Präparate verwendet, die den Augendruck senken sollen. Inzwischen hat ihn die Kosmetikindustrie für sich entdeckt. Denn Bimatoprost regt als Nebenwirkung wohl auch das Wachstum der Wimpern an.

Quelle: AKZ Pressedienst

 

 


 

Dieser Beitrag wurde von Detlef Klemme eingestellt.
Der Trierer Journalist und Buchautor ist Mitgesellschafter
der BLiCKpunkt Senioren GbR und leitet dort seit über
15 Jahren die Fachredaktion im Medienverbund.

 


 

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