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Masern im Gepäck

Vor der Reise an Impfschutz denken

Alle nach 1970 geborenen Erwachsenen mit keinem, unklarem oder unzureichendem Impfschutz wird die Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln empfohlen. - Foto: djd/GlaxoSmithKline
Alle nach 1970 geborenen Erwachsenen mit keinem, unklarem oder unzureichendem Impfschutz wird die Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln empfohlen. - Foto: djd/GlaxoSmithKline

(djd/pt). Millionen Menschen begeben sich jedes Jahr europaweit auf Reisen. Bei der Planung stellt sich auch die Frage: Bin ich ausreichend geimpft? In der Regel wird dann an Hepatitis A und B oder Tetanus gedacht. Eine wichtige Standardimpfung jedoch haben die wenigsten auf dem Schirm: die Impfung gegen Masern.

Ausgerechnet Europa hinkt jedoch bei der Eliminierung der Masern hinterher. Gerade Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien sind stark betroffen. Das Robert Koch-Institut (RKI) sowie das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), das innerhalb der EU für die Bekämpfung auf dem Vormarsch befindlicher Infektionskrankheiten zuständig ist, empfehlen bei Reisen in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen, dringend den Impfschutz zu überprüfen.

Ansonsten bestehe ein hohes Infektionsrisiko und infolgedessen die Möglichkeit der Viruseinschleppung ins Heimatland. Wegen ausgedehnter Impflücken sind hierzulande junge Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden, besonders gefährdet. Deshalb rät die Ständige Impfkommission STIKO allen betroffenen Erwachsenen, die bisher gar nicht oder nur einmal geimpft wurden, die Masernimpfung unbedingt nachzuholen.

Kleine Tröpfchen, große Wirkung - und schnell verbreitet

In vielen europäischen Urlaubsländern sind Masern immer noch verbreitet. In vielen europäischen Urlaubsländern sind Masern immer noch verbreitet. - Foto: djd/GlaxoSmithKline
In vielen europäischen Urlaubsländern sind Masern immer noch verbreitet. In vielen europäischen Urlaubsländern sind Masern immer noch verbreitet. - Foto: djd/GlaxoSmithKline

Ein bisschen Hautausschlag - na und? So denken viele und liegen damit falsch: 20 Prozent der Menschen, die von Mitte 2011 bis 2012 in Europa an Masern erkrankten, mussten wegen Komplikationen ins Krankenhaus eingeliefert werden (ECDC, Dec. 2012). Und noch etwas macht Masernviren tückisch: Sie sind hoch infektiös und werden durch Tröpfchen übertragen. Beim Sprechen, Niesen oder Husten können sie von einem Menschen auf den nächsten "überspringen". Ob in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Citytour, beim Shoppen oder Museumsbesuch, man kommt mit vielen Menschen in Kontakt, so dass die Erreger ein leichtes Spiel haben. Doch wer will gerade auf Reisen Menschenmengen meiden? Also sicherheitshalber Impfpass-Check durchführen und gegebenenfalls die Masern-Impfung nachholen, in der Regel mit dem Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln.

Quelle: djd | GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

 


Detlef Klemme | BLiCKpunkt Senioren GbR | Foto: © Kirsten Hötger

Dieser Beitrag wurde von Angela von Treskow eingestellt.
Die Diplom-Betriebswirtin ist Mitgesellschafterin der BLiCKpunkt Senioren GbR und gehört der
Fachredaktion im Medienverbund an.

Angela von Treskow
BLiCKpunkt Senioren GbR | Klemme & von Treskow

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