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Rechtzeitig an den Reifenwechsel denken

Foto: © Photos.com/Thinkstock
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Von Oktober bis nach Ostern sollten Autofahrer mit Winterreifen fahren, empfehlen Experten. Der Grund: Sommerreifen haben im Winter ein schlechteres Fahrverhalten und können sogar die Sicherheit der Insassen gefährden.

Auch in Regionen, die weitestgehend vom Wintereinbruch verschont bleiben, müssen Autofahrer rechtzeitig daran denken, die Sommer- durch Winterreifen zu ersetzen. Denn seit dem 2. Dezember 2010 gilt in Deutschland flächendeckend die sogenannte Winterreifenpflicht. Auch wenn die Winterreifen nur bei entsprechenden Straßenverhältnissen wie Schnee, Schneematsch und Glätte durch Reif oder Eis vorgeschrieben sind, empfehlen Experten die Montage im Oktober. Anschließend sollten die Reifen bis nach Ostern auf dem Fahrzeug bleiben. Dann sind die Autofahrer mit Michelin-Reifen sicher bei Eis und Schnee unterwegs.

Warum gibt es die Winterreifen-Pflicht?

Der Grund dafür, dass der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen notwendig ist, sind die unterschiedlichen Gummimischungen, aus welchen die Reifen bestehen. Die Mischungen für Sommerreifen verhärten nämlich schon, wenn sich die Temperatur dem Nullpunkt nähert. Das hat natürlich auch negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Der Gummi, aus dem Winterreifen hergestellt sind, bleibt dagegen auch bei Minusgraden weich. Darüber hinaus besitzen Winterreifen ein spezielles Profil, welches auch bei Schnee und Eis eine gute Haftung auf der Fahrbahn garantiert. Das ist insofern wichtig, weil während des Winters das Fahrverhalten durch Eis, Schnee und Nässe negativ beeinflusst wird.

Die Vorteile, die Winterreifen in Punkto Sicherheit bieten, werden vor allem deutlich, wenn es um den Bremsweg geht: Während ein mit Winterreifen ausgestattetes Auto aus einer Geschwindigkeit von 50 km/h schon nach 35 Metern zum Stehen kommt, verlängert sich der Bremsweg bei Sommerreifen auf 43 Meter. Wer seine Winterreifen über mehrere Jahre hinweg nutzen möchte, sollte allerdings das Profil regelmäßig überprüfen. Der Gesetzgeber schreibt eine Mindesttiefe von 1,6 Millimetern vor. Das ist dem Automobilclub ADAC jedoch deutlich zu wenig. Dieser empfiehlt, die Winterreifen auszutauschen, sobald das Profil eine Tiefe von vier Millimetern unterschreitet. Denn die speziellen Wintereigenschaften der Reifen lassen schon dann spürbar nach.

Muss ein Profi den Reifenwechsel machen?

Jedes Mal, wenn der Reifenwechsel ansteht, steht der Autofahrer vor der Wahl, ob er ihn selber macht oder in der Werkstatt erledigen lässt. Denn der Reifenwechsel durch den Profi kostet bares Geld und Zeit. Beides spart sich der Autofahrer gern, zumal die Reifen mit der richtigen Ausrüstung auch selbst schnell gewechselt sind. Benötigt wird dafür nicht mehr als ein Wagenheber und ein Drehmomentschlüssel. Dieser spart Kraft, weil sich auch festsitzende Schrauben leicht lösen lassen und der Autofahrer erheblich weniger Kraft aufwenden muss, um die Schrauben zu lösen und erneut zu fixieren.

Wer den Reifenwechsel selbst durchführt, sollte allerdings vorher einen Blick in die Anleitung des Autos werfen. Wichtig ist vor allem, dass der Wagenheber an der dafür vorgesehenen Stelle angesetzt wird. Ansonsten kann der Wagenheber leicht verrutschen und im schlimmsten Fall sogar die Karosserie beschädigen.

Autorin: C. B.


Detlef Klemme | BLiCKpunkt Senioren GbR | Foto: © Kirsten Hötger

Dieser Beitrag wurde von Angela von Treskow eingestellt.
Die Diplom-Betriebswirtin ist Mitgesellschafterin der BLiCKpunkt Senioren GbR und gehört der
Fachredaktion im Medienverbund an.

Angela von Treskow
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