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Sicher in den Urlaub: Die wichtigsten Verkehrsregeln im Ausland

Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

Wer sich nicht über die Verkehrsregeln im Ausland informiert, riskiert hohe Bußgelder. - Foto: dmd/ADAC
Wer sich nicht über die Verkehrsregeln im Ausland informiert, riskiert hohe Bußgelder. - Foto: dmd/ADAC

Wer früh plant, hat mehr vom Urlaub. Dies gilt vor allem dann, wenn man mit dem Auto zum Urlaubsziel reist. Je besser man über die Gesetzgebung in den Ländern, die man durchquert, informiert ist, desto sicherer ist man unterwegs. Und bisweilen können die Unterschiede bei den Verkehrsregeln enorm sein.

Zum Beispiel gilt für Führerschein-Neulinge in Frankreich bis zwei Jahre nach bestandener Prüfung eine gesonderte Geschwindigkeitsbegrenzung. Sie dürfen außerorts 80 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h und auf Autobahnen 110 km/h nicht überschreiten. Wer unangenehme Überraschungen bei einer Polizeikontrolle vermeiden möchte, sollte zudem einen Einweg-Alkoholtester mitführen. Das gilt übrigens für alle Autofahrer.

Richtig unangenehm kann es in der Schweiz werden. Denn dort sind die Bußgelder für Verstöße aller Art besonders hoch. Schon kleine Tempoüberschreitungen kommen in unserem Nachbarland teuer. Aufgrund von Fluchtgefahr wird bei ausländischen Verkehrssündern zudem das Bußgeld in der Regel an Ort und Stelle verlangt. Wer sich dem widersetzt, kann sogar in Ersatzhaft enden.

Dass in Österreich Autobahnen generell mautpflichtig sind, sollte mittlerweile bekannt sein. Die gültige Vignette muss aber auch an der richtigen Stelle an der Windschutzscheibe geklebt werden. Ist das nicht der Fall, sind mindestens 120 Euro fällig. Überprüft wird das von speziellen Kameras. Tempoüberschreitungen bis 30 km/h dürfen nicht allein von Kameras, sondern auch vom sogenannten „geschulten Amtsauge“ gemessen werden. Dabei können Polizeibeamte die gefahrene Geschwindigkeit ohne weitere Hilfsmittel abschätzen. Was schon mal zu Diskussionen führen kann, bei der der „Piefke“ letztlich aber auf verlorenem Posten steht.

Anders als in Deutschland werden Fahrzeuge, die unerlaubt auf Privatgrundstücken parken, in Österreich nicht abgeschleppt. Dafür droht unter Umständen eine Anklage wegen sogenannter „Besitzstörung“. Dabei sind Gerichtskosten von 700 Euro keine Seltenheit.

Auch in Italien sollte man sich natürlich tunlichst an die geltenden Regeln halten. Das gilt ganz besonders für Motorradfahrer. Wer zum Beispiel keinen Helm trägt, darf sich nicht wundern, wenn sein Zweirad für 60 Tage in Sicherheitsverwahrung genommen wird. Und wer mit über 1,5 Promille Alkohol im Blut erwischt wird, muss sogar mit einer Enteigung und Zwangsversteigerung seines Fahrzeugs rechnen, zumindest sofern Fahrer und Halter des Gefährts identisch sind.

Auch die Mautvorschriften sind nicht zu unterschätzen. Ist die Bezahlung an einer Mautstation nicht korrekt registriert (z.B. aufgrund eines technischen Defekts), öffnet sich zwar die Schranke und der Fahrer darf weiterfahren. Allerdings kann eine Nachzahlungsaufforderung noch Jahre später per Post ins Haus flattern. Deshalb gilt: Zahlungsbelege möglichst noch eine Zeit aufbewahren.

Quelle: djd | dmd/ADAC

 


Detlef Klemme | BLiCKpunkt Senioren GbR | Foto: © Kirsten Hötger

Dieser Beitrag wurde von Angela von Treskow eingestellt.
Die Diplom-Betriebswirtin ist Mitgesellschafterin der BLiCKpunkt Senioren GbR und gehört der
Fachredaktion im Medienverbund an.

Angela von Treskow
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